Übersicht

Manaus

  • Belebte Dschungelmetropole und Eingangstor zum Amazonas
  • Historische und moderne Attraktionen

 

Novo Airão, das Tor zu den Anavilhanas

  • Schwimmen mit Rosa Flussdelphinen (Inia geoffrensis)
  • Ein Sozialprojekt am Großen Fluss: Die Almerinda Malaquia Foundation

 

Anavilhanas Archipel

  • Mitten im Rio Negro: Das größte Süßwasser Archipel der Erde beseht aus einem Labyrinth aus 400 Inseln

 

Jaú Nationalpark

  • In lautlos dahingleitenden Kanus und zu Fuß, auf Entdeckungen und Tierbeobachtungen in einem Teil des größten Nationalparks Brasiliens, seinen 2.272.000 ha unberührter Wildnis und unzählige Arten in Fauna und Flora, viele bis heute nicht entdeckt und identifiziert.
  • Madada, Rio Unini und Airão Velho, die verlassene Stadt im Urwald
  • Ruinen einer einst reichen Stadt, Höhlen und mystische Felsgravuren im Regenwald

 

Reisende und Einheimische
Reisende und Einheimische

Manaus, die Urwaldmetropole, ist der Ausgangspunkt für unsere Touren in das Innere Amazoniens. Manaus liegt am linken Ufer des Schwarzwasserstromes Rio Negro, circa 18 km entfernt von dem Punkt wo dieser sich mit dem Rio Solimões trifft und so den Amazonas bildet. Die im 17. Jhdt. vom portugiesischen Militär gegründete Millionenstadt, mit seinen circa 1,7 Mio. Einwohnern war in der Vergangenheit von großer Bedeutung für die Erschließung des Landesinneren, was immer man auch unter „Erschließung“ verstehen mag. Das berühmte Urwaldtheater und der Hafen legen auch heue noch Zeugnis ab von einer reichen Vergangenheit, die sich in erster Linie Ende des 19. Jhdt. auf die Ausbeutung von Kautschuk aus dem Hevea brasilienis Baum stützte.

Unsere Exkursionen, Touren und Expeditionen, in die nähere und weitere Umgebung, beginnen alle in Manaus. Diese Tour wird Sie etwas weiter von Manaus entfernt in die faszinierenden Wald- und Flussgebiete Amazoniens einführen, eine der letzten wirklich in jeder Beziehung gigantischen Naturlandschaften der Erde und Wiege der Arten.

 

 

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Reiseablauf

Reiseablauf

 

Tag 1

Manaus' Opernhaus Teatro Amazonas
Manaus' Opernhaus Teatro Amazonas

Nachmittag Ankunft in Manaus. Wir holen Sie vom Flughafen ab und bringen Sie ins Hotel do Largo, günstig im Zentrum von Manaus gelegen. Nach dem einchecken und frisch machen unternehmen wir zusammen einen Stadtrundgang, dessen wichtigste Station die 1896 zur Zeit des Kautschukbooms im neoklassischen Stil fertiggestellte Oper, mit ihrem delikaten Springbrunnen ist. Immer einen Besuch wert ist aber auch der, Ende des 10 Jhdt., von einem deutschen Exzentriker und „Gummibaron“ namens Waldemar Scholz, erbaute Palácio Rio Negro, der heute ein Kulturzentrum beherbergt.

Von hier aus geht es zu Fuß weiter in die Hafenregion, wo wir zunächst den Mercado Municipal besichtigen. Hier findet man eine unglaubliche Vielfalt von regionalen Produkten, exotische Früchte, enorme Mengen und Vielfalt an Fisch aus den Amazonasflüssen und Kunsthandwerk aus der gesamten Region. Die Eisenstrukturen der Markthallen wurden von einem gewissen und weltberühmten Monsieur Gustave Eiffel entworfen und 1883 eingeweiht.

Schwimmender Hafen von Manaus
Schwimmender Hafen von Manaus

Gleich neben den Markthallen liegt der Schwimmende Hafen oder Porto Flutuante, in Portugiesisch. Ein farbenfroher und pulsierender Mix aus Menschen, Waren, Schiffen und Booten, die ent- oder beladen werden und von hier aus die entlegensten Regionen im tiefsten Amazonien ansteuern, aufgehalten gelegentlich nur von unüberwindbaren Stromschnellen. Die typischen 3 Stockwerke hohen Schiffe werden bezeichnenderweise Gaiolas also „Käfige“ genannt. Hier, mittem im Getümmel und mit Blick auf den Rio Negro, lassen wir uns zu einem exotischen Drink nieder. Anschließend gehen wir dann in ein Fischrestaurant und genießen leckeren Amazonasfisch. Je nach dem was an diesem Abend auf dem Spielplan steht, könnte auch ein Besuch im historischen Theater arrangiert werden.

 

Tag 2

Cabóclo-Familie
Cabóclo-Familie

Nach dem Frühstück geht es mit der Fähre auf die andere Seite des Rio Negro und von hier weiter mit dem PKW nach Novo Airão, wo wir gegen Mittag ankommen. Novo Airão ist das Tor zu den Anavilhanas und Ausgangspunkt für Touren in den tieferen Teil Amazoniens. Vor dem Mittagessen besuchen wir die von einem Schweizer geleitete Almerinda Malaquias Stiftung. Dieses innovative Projekt bildet Jugendliche aber auch Erwachsene zu Kunsthandwerkern aus und schafft Arbeitsplätze in einer Region die traditionell von hoher Arbeitslosigkeit geprägt ist. Sehr schönes Kunsthandwerk mit regionalen Motiven aus Flora und Fauna kann hier erstanden werden. Nun heißt es „Alle Mann an Bord“ und in einer etwa 3-stündigen Fahrt durch das Anavilhanas Insel Labyrinth erreichen wir die einfache direkt am Fluss liegende, Behausung eines Cabóclos. Die Cabóclos sind Einheimische, die ausschließlich von dem was der Wald und der Fluss von sich aus hergeben leben und dadurch zu dessen Erhalt maßgeblich beitragen. Inzwischen brennt das Feuer im Lehmofen und das Abendessen wird zubereitet. Man unterhält sich, tauscht Erfahrungen aus und es werden Geschichten erzählt bei denen es sich natürlich immer um den Fluss und den Wald handelt. Es folgt die erste Nacht in der Hängematte.

 

Tag 3

Hevea brasiliensis Gummibaum
Hevea brasiliensis Gummibaum

Am Morgen besichtigen wir die Maniokpflanzungen, den Gummibaum Hevea brasiliensis, einen Bertholletia excelsa Paranussbaum und laben uns an exotischen Früchten die in der Nähe der Behausung wachsen. Wir lernen die einfachen aber genialen Werkzeuge der Cabóclos kennen und sehen wie sie damit ihren Lebensunterhalt aus Wald und Fluss erwirtschaften. Nun geht es weiter mit dem Boot auf dem Rio Negro bis die Mündung des Rio Jaú erreicht wird. Hier müssen wir beim IBAMA-Posten die Kontrolle von Papieren und Material über uns ergehen lassen, bevor es weiter hinein in den Nationalpark geht. An den Guariba Stromschnellen machen wir Rast zum Mittagessen. Den Nachmittag verbringen wir im Kanu das auf „leisen Sohlen“ durch die Igapós (überfluteter Wald) gleitet. Heute wollen wir auf Fotosafari gehen und zwar speziell auf Affen und Riesenotter Pteronura brasiliensis.

Amazonas Affenart
Amazonas Affenart

Die Nacht verbringen wir wieder bei Einheimischen und zwar bei einer recht großen Cabóclo-Familie die mittem im Nationalpark Ihre Hütte hat. Dies ist der Grund warum die Umweltbehörde IBAMA die Neuabdeckung des Daches mit einer aus dem Park stammenden wasserdichten und resistenten Palmenart, nicht zugelassen hat. Amazon Travel Brazil hat dafür gesorgt, dass die Palmwedel aus einer anderen Region herbeigeschafft werden konnten und die Kosten dafür übernommen, so dass die Familie – und ihre Gäste – unter einem trockenen Dach schlafen können. Heute nacht wollen wir mit dem Kanu in die Seitenflüsse um, mit Hilfe von Scheinwerfern, nachtaktive Tiere beobachten. Sicherlich werden wir mit dem Jacaré Açu, den großen Amazonas Kaiman, der bis zu 5 m Länge erreicht, ein Rendezvous haben

 

Tag 4

Tarantel
Tarantel

Um den einmaligen Sonnenaufgang am Fluss und das Erwachen der Vogelwelt zu erleben müssen wir früh aus den Hängematten und in die Boote. Danach geht es zurück zum Frühstück dass unser Koch inzwischen fertig hat. Wir brechen das Camp jetzt ab und fahren auf dem Rio Carabinani nach Tabatinga, einer Region die Touristen praktisch unbekannt ist und nur gelegentlich von Indianer und Forschern besucht wird. Am späten Nachmittag werden wir zu Tierbeobachten in den Tabatinga Igarapé (temporär überfluteter Wald) fahren. Hier können wir, üblicherweise, das Dreizehen- und Braunkehlfaultier, Riesenkaiman, Tapir, den Großen und Kleinen Ameisenbär, mehrere Affenarten, Anakonda, Taranteln, Papageien, Aras und Tukane und gelegentlich auch einen Jaguar beobachten. Wir warten den Einbruch der Nacht ab damit wir nachtaktiven Tieren beobachten können, bevor wir zum Abendessen und übernachten ins Camp fahren, dass in der Zwischenzeit aufgebaut wurde.

 

Tag 5

Erkunden der Igarapés mit dem Boot
Erkunden der Igarapés mit dem Boot

Am Morgen bieten sich weitere Möglichkeiten zum Fotografieren von Riesenottern und anderen Tieren. Danach machen wir uns über den Schwarzwasser-Igarapé auf den Rückweg. Unterwegs wollen wir allerdings die mysteriösen Felsgravuren am Unini, die bis heute von der Wissenschaft nicht vollständig identifiziert wurden, besichtigen, den Höhlen von Madadá und vor allem auch den im Urwald versunkenen Ruinen der einst, während des Kautschukbooms, so reichen Stadt Airão Velho, einen Besuch abstatten.

 

Tag 6

Mysteriösen Felsgravuren in den Höhlen von Madadá
Mysteriösen Felsgravuren in den Höhlen von Madadá

Bei Tagesanbruch brechen wir das Camp ab und fahren über die Flüsse Carabinani, Unini, Jãu, Anavilhanas Archipel und Rio Negro zurück nach Novo Airão. Unterwegs werden wir sowohl die mysteriösen Felsgravuren am Rio Unici, deren Ursprung und Bedeutung bis heute von der Wissenschaft nicht vollständig erhellt wurde, die Höhlen von Madadá und die zur Zeit des Kautschukbooms sehr reiche, heute verlassene Stadt Novo Arião im Urwald besuchen. In Novo Airão angekommen, nehmen wir ein heißes Bad und wechseln die Kleider in einer Pousada um uns wieder für Manaus und die Zivilisation zu Recht zu machen. Transfer zum Flughafen für einen späten Abflug oder Hotel.

 

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Gästekommentare

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Familie Riedl

Wien, Österreich

Lieber Peter!

Wir waren mit unserer Reise höchst zufrieden, natürlich war die Fahrt am Rio Negro der Höhepunkt. Wir waren anfangs ein wenig enttäuscht, dass es nur so wenig Tiere gab. Aber dann hat uns die Fahrt am Fluss restlos entschädigt, war ja richtig romantisch überhaupt und die Abendfahrten im Finsteren ganz besonders spannend. Hat alles bestens geklappt und in Manaus haben sie uns "gerettet". Ich war so froh dass das Schiff klein und einfach war, hätte mich auf einem großen Schiff nicht wohlgefühlt.

Wenn alles gut geht - mein Sohn hat eine böse Operation vor sich - möchte ich im nächsten Jahr ins Pantanal. Würde Sie aber rechtzeitig um entsprechende Vorschläge bitten.

Mit lieben Grüßen aus Wien von den Riedls

 

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Preise & Daten

Amazonien: Ein erster intensiver Kontakt

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Reisedauer

6 Tage / 5 Nächte

 

 

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